Heimatstube Langenorla

Nach der Wende ging es in unserer Gemeinde eine Zeit lang nicht so recht 
vorwärts. Das änderte sich grundlegend, als am 1. Juli 1994 Karl Christ 
zum Bürgermeister gewählt wurde. 
Jetzt wurden die Probleme angefasst und im zähen Ringen eines nach 
dem anderen gelöst.  Herr Christ, 
vorwiegend mit dem Fahrrad ab morgens sechs Uhr in der Gemeinde 
unterwegs, sah alles. Er kümmerte sich um die Infrastruktur ebenso wie um 
andere Bereiche. Er wusste auch, dass Schule, Kindergarten und Kirche 
ebenfalls in die Gemeinde gehören und widmete ihnen seine 
Aufmerksamkeit. Ihm war auch klar, dass man die Heimat nur lieben kann, 
wenn man seine Geschichte kennt.    
Aus diesem Grunde wurde auf seine Initiative am 14.3.2005 ein Heimatverein 
gegründet. Das war vor 10 Jahren! 
Zur gleichen Zeit wurde von ABM-Kräften ein Nebengebäude der 
Kirche Langendembach auf seine vorübergehende Funktion als Heimatstube 
hergerichtet. Später sollte eine bessere Unterkunft gesucht werden!
Mitglieder des Bauernverbandes und des Heimatvereins trugen 
Material zusammen und richteten das kleine Museum ein. Zu den 
Weideabtrieben war es ein Besuchermagnet. 
Am 25.5. 2005 besuchten Mitglieder des Heimatvereins mit Bürgermeister 
Christ diese Stätte und überzeugten sich von dessen Zustand. 
Sie waren begeistert von der Umfangreichen Geräteausstellung ebenso wie von 
der nachgestalteten alten Küche und dem Schlafzimmer. 
Bilder unten.
Georg Graven führte die Arbeiten weiter.
Wegen Eigentümerwechsel musste die Heimatstube in Langendembach 2011
geschlossen sowie das gesamte Material ausgelagert werden.
Eine Wiedereröffnung ist in der gegenwärtigen finanziellen Lage der Gemeinde 
nicht möglich. Auch hier hinterlässt der mangelnde Kommunalefinanzausgleich 
seine Spuren.

 

 
Bilder vom August 2011
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 hstube2.jpg (41311 Byte)
Der Anbau vor der Sanierung
 hstube1.jpg (28569 Byte)
.... nach der Sanierung

2000,00 DM Spende aus New Mexiko für das Heimatmuseum
Im Heimatheft (Nr. 4/98) berichtete unser Chronist über die Wilhelmine Schwenke aus Langendembach, die unseren großen Dichter Friedrich Schiller die letzten Jahre pflegte.

Am 21.09.98 besuchte eine Familie Dr. Manz aus New Mexiko (USA) die Grabstätte der Wilhelmine Schwenke und das alte Pfarrhaus in Langendembach. Frau Manz ist eine weitläufige Verwandte der W. Schwenke und verbrachte ihre Kindheit in Langendembach. Seit 41 Jahren ist ihre Heimat die USA. Die Familie Manz war sehr angetan von dem Vorhaben, ein Heimatmuseum im Nebengebäude der Pfarrei Langendembach errichten zu wollen und versprach Unterstützung.

Die Familie Manz hat ihr Versprechen eingehalten. Neben einigen Ausstellungsstücken, die wir im September erhalten sollen, wurde uns eine großzügige Spende in Höhe von 2.000,00 DM für das Heimatmuseum übergeben.

 

Information des Bürgermeisters zur Heimatstube in Langendembach

Am 9. November 1999 war der Startschuss zur Gründung der Heimatstube gegeben, um dann nach über zweijähriger Bau- und Sanierungstätigkeit am 26. Mai 2002 die Einweihung feierlich zu begehen. Eingerichtet wurde die Heimatstube im Neben­gebäude des Langendembacher Pfarrhauses und für deren Nutzung ein Mietvertrag mit der Kirchgemeinde abgeschlossen, welcher noch bis Juni 2012 Bestand hat. Vor kurzem fand ein Eigentümerwechsel für diese Immobilie einschließlich der Nebengebäude statt. Durch den neuen Eigentümer wurden zunächst einvernehmliche Gespräche mit der Gemeinde zur Fortführung und zum weiteren Ausbau der Heimatstube geführt. Die Sanierung wurmbefallener Gegenstände, wie auch die Sanierung der elektrischen Anlage und Aufwertung des Brandschutzes waren die wichtigsten besprochenen Inhalte. Am 24. Mai 2011 wurde zunächst die mündliche Kündigung der Heimatstube ausgesprochen und am 27. Mai 2011 erreichte die Gemeinde auch die schriftliche Aufkündigung. Gemeinderat, Bauernverband und Heimatverein haben die Situation besprochen und sind einheitlich der Auffassung diese Heimatstube an anderer Stelle wieder neu einzurichten. Zunächst jedoch ist es wichtig, alle Gegenstände, die zur ständigen Ausstattung zählen, aber insbesondere die Leihgaben, zu sichern, vorerst für eine Zwischenlagerung bis zum Zeitpunkt der Schaffung baulicher Gegebenheiten an anderer Stelle. Mit den Eigentümern von Leihgaben werden noch die notwendigen Gespräche zur Verwahrung und zum Verbleib der Gegenstände geführt. Ziel sollte sein, die Heimatstube in der gegenwärtigen Form vollständig zu erhalten und spätestens im Jahre 2013 wieder neu zu eröffnen.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die bisherige gute Zusammenarbeit mit der Kirchgemeinde Langendembach. Der Dank gilt den Mitgliedern des Bauernverbandes, welche die Schirmherrschaft und Betreuung übernommen hatten. Der besondere Dank gilt Herrn Roland Christ für die Verwaltung sowie Herrn Horst Förster für die kompetente Betreuung und Beratung bei der Einrichtung. Ein Dankeschön gilt allen Spendern und Leihgebern der Gegenstände und Einrichtungen. Die Situation ist zwar bedauerlich, besonders für Langendembach. Wir schauen jedoch optimistisch in die Zukunft mit der Fortführung der Heimatstube.

Juli 2011    
Georg Graven Bürgermeister